Georg Hobmeier

0 Kommentare

Georg Hobmeier wuchs in den atemberaubenden Schluchten der Ostalpen auf. Er bezeichnet sich deshalb gerne als „Tiroler“. Aufgrund seines ungestümen Temperaments brach er sein Schauspielstudium am Mozarteum Salzburg kurz vor dem Diplom ab und wandte sich stattdessen eigenen Arbeiten an der Schnittstelle zwischen Tanz, Theater und Technologie zu.
Diese frühen Werke, wie z.B. "Riviera" (2000), "Being Odysseus" (2003) und "We Only Do What They Are Programmed For" (2004), wurden in renommierten Häusern wie dem ICA London, Monaco Dance Forum und Festspielhaus Hellerau gezeigt. Für seinen Schrift zu „Riviera“ erhielt er einen „Deutschen Studienpreis“ der Hamburger Koerber-Stiftung.

Es folgte der Besuch eines Masterstudiengangs der School of New Dance Development in Amsterdam, wobei er hierfür das Auslandsstipendium des Bundeskanzleramts erhielt. In dieser Zeit entstand eine Serie theatraler und dystopischer Arbeiten, die sich mit Kontrolle und Manipulation von Geist und Körper beschäftigte: "MyMyoMayhem" (2006), "Unit" (2007) und "Seismic Body Memory" (2008). Mit der Verwendung von Elektrostimulatoren und damit der direkten Kontrolle der menschlichen Physis wurde in dieser Phase ein Entpunkt erreicht und die Beziehung zwischen Körper und Maschine schien ausgelotet.

In den letzten Jahren blieb sein Fokus zwar auf mehreren Disziplinen, ohne jedoch explizit an deren Verbindung zu arbeiten: Er entwickelte mit gold extra das Migrationscomputerspiel „Frontiers“ (im ZKM Karlsruhe ausgestellt), arbeitete als Schauspieler u.a. mit Keren Cytter, am Bayerisches Staatsschauspiel und dem Stadttheater Freiburg und begann an der Serie „Area“ zu arbeiten. In dieser setzt er sich intensiv mit choreographischen Elementen im öffentlichen Raum auseinander.

Im Moment arbeitet er an einem Stück für das basics-festival der ARGEkultur Salzburg, entwickelt ein Stadtteilprojekt am Stadttheater Freiburg und bereitet die Veröffentlichung seines Buchprojekts „99 ways to die in Scotland“ vor.