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Blauglock: An Exercise in Ecological Entanglement (von Tobias Hammerle, Sonja Prlić und Katharina Maria Wimmer)
Die Installation „Blauglock: An Exercise in Ecological Entanglement“ von gold extra ist am 25. Juni beim The Garden Festival in Winchester zu sehen!
Über die Ausstellung
Small Signals, Big Ideas untersucht, wie künstlerische Praxis ökologische Ästhetiken erweitern kann – nicht allein durch die Darstellung von Natur, sondern indem sie neue Formen eröffnet, Umweltbedingungen wahrzunehmen, zu erfahren und zu verstehen. Ausgehend von Konzepten ökologischer Verflechtung und vielschichtiger Umweltsysteme richtet die Ausstellung ihren Fokus auf „Informationsinseln“: lokale, fragmentarische und situierte Formen der Begegnung mit Natur durch Sensorik, Erzählung, materielle Praxis, Verkörperung und Daten.
Die Ausstellung stellt eine zentrale Frage unserer Zeit: Wie können solche kleinen, spezifischen Begegnungen zu Strategien werden, die Widerstandskraft, Resilienz und Handlungsmacht stärken – und damit neue Wege eröffnen, Umweltwissen zu erzeugen, zu teilen und in Handlungen zu übersetzen?
Blauglock: An Exercise in Ecological Entanglement (von Tobias Hammerle, Sonja Prlić und Katharina Maria Wimmer)
Blauglock Containment (auch bekannt als „Blauglock Prison Break“) fügt sich auf besondere Weise in diese Auseinandersetzung mit situiertem Wissen und Verkörperung ein.
In der Installation übernehmen die Teilnehmenden die Rolle der Leitung einer unterirdischen Hochsicherheitsanlage, in der eine empfindungsfähige und potenziell gefährliche außerirdische Pflanze namens „Blauglock“ festgehalten wird. Um die Pflanze am Leben zu erhalten – sie jedoch daran zu hindern, stark genug für einen Ausbruch zu werden –, müssen die Teilnehmenden ihren Wasserhaushalt und ihren Ärgerpegel sorgfältig regulieren.
Statt herkömmlicher digitaler Steuerungen erfolgt die Interaktion über eine physische, mit Sensoren ausgestattete Gießkanne. Durch das Neigen der Kanne werden über einen integrierten ESP32-Mikrocontroller Echtzeitdaten übertragen, wodurch materielle Handlung und digitale Schnittstelle miteinander verschmelzen.
Entscheidend ist, dass das System kein geschlossener Kreislauf ist. Blauglock ist mit einem Live-Wetterdatenfeed aus Salzburg verbunden. Wenn es in der realen Welt regnet, wird auch die virtuelle Sicherheitszelle bewässert. Dadurch müssen die Spielenden ihre lokalen Handlungen kontinuierlich an aktuelle großräumige Umweltdaten anpassen. So greift die Arbeit das Ausstellungsthema der erweiterten Wahrnehmung von Umweltbedingungen auf und schafft eine unmittelbare Verbindung zwischen körperlich erfahrbarer Interaktion und globalen ökologischen Systemen.
Wir laden euch herzlich ein, mit Blauglock zu interagieren, die Gießkanne zu neigen und diese besondere Verbindung von Erzählung, Sensordaten und ökologischem Widerstand selbst zu erleben.
Mehr Informationen zur Ausstellung findet ihr hier:
Small Signals, Big Ideas – The Garden Festival








