Add your spot - Auf dem Weg zu neuen Landkarten

Key Visual Add Your Spot gold extra / Kronberger-Kronberger Key Visual Add Your Spot gold extra / Kronberger-Kronberger.
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Welche Wege und Orte sind auf einer Karte verzeichnet? Welche gehen wir wirklich? Welche Orte schenkt uns die Stadt und nach welchen sehnen wir uns? Welche besonderen Orte und Erinnerungen machen deine, unsere Stadt aus? Und welche warten noch darauf, entdeckt zu werden? Schauen wir gemeinsam genauer hin! 

Die Kollektive Kronberger&Kronberger und ‚gold extra‘ kreieren gemeinsam mit Menschen, die in Salzburg leben oder einfach lieben, Karten und Stadttouren, die das Alltägliche, das Verborgene, das Persönliche zeigen und sich mehr nach zuhause als nach Postkarte anfühlen. Gerade in einer Stadt wie Salzburg, die besonders stark von touristischen Bildern geprägt ist, ist die Frage nach Räumen, die von den Menschen vor Ort genutzt werden, besonders drängend. Im Rahmen des DIGITAL SPRING gehen die Künstler*innen deshalb mit interessierten Bürger*innen auf Spurensuche. Im Austausch lernen wir Orte kennen, die geliebt, übersehen, vergessen oder noch gar nicht entdeckt wurden: Lieblingsplätze, Abzweigungen, blinde Flecken – eine Stadt aus vielen Perspektiven.

Dabei erstellt gold extra Augmented Reality Interventionen, in denen die persönlichen Orte und Erfahrungen erlebt werden können - sowohl im Stadtraum als auch im Artificial Museum von System Kollektiv, mit dem gold extra kooperiert.

Zum Abschluss der kollektiven künstlerischen Recherche laden die Künstler*innen zum gemeinsamen Mapping ein. Erste Ergebnisse, Geschichten und Skizzen werden präsentiert und dienen als Ausgangspunkt, um gemeinsam ins Gespräch zu kommen, neue Perspektiven zu öffnen, Orte, Plätze und Räume zu besprechen und alternative Stadtpläne zu gestalten. So entsteht ein neues Bild der Stadt – aus Erinnerungen, Ideen und gemeinsam entdeckten Orten bzw. Wegen –, das zeigt, wie Salzburg wirklich fühlt.

Das Projekt findet statt im Rahmen von

DIGITAL SPRING der ARGEkultur Salzburg

WORLD WIDE WIKI

18.–20.3.2026

2026 feiert die Wikipedia ihren 25. Geburtstag. Die Enzyklopädie, die am 10. Januar 2001 online ging, repräsentiert nicht nur den damaligen digitalen wie demokratischen Aufbruchsgeist der 1990er Jahre – sie ist auch das Abbild der großen und oft problematischen Entwicklungslinien der digitalen Welt des vergangenen Vierteljahrhunderts. Dennoch: Die Wikipedia ist heute mit rund 65 Mio. Artikeln und mit hunderttausenden aktiven, anonymen wie ehrenamtlichen Autor*innen ein unverzichtbares Archiv des freien Wissens im World Wide Web.

Doch dieses freie Wissen ist akut bedroht. So trainieren KI-Firmen ihre Large Language Models mit den Open-Source-Texten der Wikipedia und saugen damit Wissen für ihre proprietären Produkte ab. Gleichzeitig nimmt der Kulturkampf von rechts volle Fahrt auf: Infragestellung der Gemeinnützigkeit, Entzug von Finanzmitteln, Enthüllung der Identität von Autor*innen.

Die Wikipedia ist dabei nur ein prominentes Beispiel dafür, wie es um das freie Wissen im Netz derzeit bestellt ist. Ob digitale Archive, soziale Medien oder Websites von Behörden: Informationen verschwinden und werden zensiert – oft getarnt als Kritik an vermeintlicher ‚Wokeness‘ und unter dem Deckmantel von free speech. Ob das Internet tatsächlich nicht vergisst, wie es einst hieß, ist endgültig zu einer Frage von Macht, den Interessen des Kapitals sowie von politischer Einflussnahme geworden.

Wie kann digitale Kunst mit dieser Situation umgehen und das Bewusstsein dafür schärfen? Und wie kann digitale Kunst Wege finden, gefährdetes Wissen zu erhalten und weiterhin zugänglich zu machen?

Gemeinsam mit dem DIGITHALIA Festival am Schauspielhaus Graz und dem HAU 4 – der digitalen Spielstätte des Hebbel am Ufer Berlin – hat die ARGEkultur Salzburg im Herbst 2025 mittels eines Open Calls dazu aufgerufen, digitale Kunstprojekte zum Thema zu entwickeln – und hat am Ende sechs Künstler*innen und Kollektive ausgewählt. Aus Salzburg sind die Künstlerin Nina Vasilchenko und ein Kooperationsprojekt der Kollektive gold extra und Kronberger&Kronberger dabei, aus Graz Arbeiten der Künstler*innen-Gruppen SOAP und Das Planetenparty Prinzip und aus Berlin künstlerische Positionen von eeefff und Chinedum Muotto.

Die Projekte werden ab 18.03.2026 an den drei Spielstätten präsentiert.

In Kooperation mit:
Kronberger & Kronberger
Artificial Museum
ARGEkultur Salzburg
Forschungsprojekt AR Communities

Beschreibung
Wir machen verstecktes Wissen in der Stadt Salzburg sichtbar
Tagline
Eine partizipative AR Intervention für die Stadt Salzburg

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